Das Trommelamt wurde vom UN-Sicherheitsrat ins Leben gerufen, um die Menschheit vor der Katastrophe zu bewahren.


Neues aus der Playmobeat-Ecke:
14. Dezember 2015


Was es mit dem Trommelamt auf sich hat, seht ihr hier:


Bis die Tage, Andi, Chris und David






Und das gab's letzte Woche:

David Pätsch schreibt

Die Montags-Kolumne


Der Busenschreiber
Zwischen Aussenwirkung und Selbstwahrnehmung klafft zuweilen eine Lücke. Der Konzertbesucher sieht einen Ausschnitt aus dem Leben des Musikers und schliesst daraus auf dessen Sein und Charakter. Der geneigte Fan kommt zu dem Schluss, die Person sei so oder so. Das kann ich ihm nicht verdenken. Ich dachte auch mehrere Jahre, ein Astronaut würde überwiegend im All umhertrollen und witzige Versuche mit Wassertropfen in der Schwerelosigkeit durchführen. Dass vor dem Austritt aus der Atmosphäre aber eine wissenschaftliche Karriere inclusive Kampfpilotenausbildung stattfand und die Zeit im All ein mehrjähriges Training voraussetzt, war mir unbekannt.
Astronauten sind nicht nur hochgezüchtete Flugmaschinen sondern auch Individuen. Genau so wie Astronauten, sind nicht alle Musiker gleich. Nicht jeder Trommler mag es, von einem Ventilator während des Gigs fast weggeblasen zu werden, und nicht jeder Trommler mag seine Sticks nach vollendeter Arbeit in das Publikum werfen. Ich habe dabei mal einem Mädchen eine Platzwunde zugefügt – aber das ist eine andere Geschichte.
Ich wage sogar zu behaupten, dass nicht jeder Musiker auf den Brüsten von ihnen unbekannten Frauen unterschreiben mag. Das Bekritzeln von nackter Haut ist auf Autogrammstunden sowie nach Konzerten anzutreffen und die hartnäckigsten Freunde bestimmter Bands lassen sich dann die Unterschriften tätowieren.
Ok, das ist wirklich die Ausnahme.
Verbreitet ist der Edding.
Auf mich wirkt diese Unterschrift auf dem Sinnesorgan wie eine Markierung.
Diese steht mir nicht zu und sollte eher durch den Partner entstehen.
Eine nicht repräsentative Umfrage hat ergeben, dass folgende Beweggründe für die Unterschriebene geltend gemacht werden können (Ich zitiere wörtlich): “Vielleicht denken sie auch dass Du das toll findest und wollen sich Dir auf diese Art anbieten. Die meisten finden es ja auch toll.”
Nun, es gibt diverse Möglichkeiten sein Interesse an dem anderen Geschlecht zu bekunden. Darüber steht mir kein Urteil zu nur empfinde ich besonders den schönen Frauenkörper als dadurch entstellt.
Eine weitere Stimme zu diesem Thema:
“Du sollst ja auch nicht unterschreiben damit es markiert ist sondern damit du es angefasst haben musst. Ich ordne das ein als Akt der Verzweiflung.”
Ein interessanter Gedanke der mich zu folgendem Wortbeitrag führt: “Ich berühre nur durch den Stift. Ist das eine Symbolische Handlung wie die Oblate im Gottesdienst?”
Die Erwiderung hier in leicht gekürzter Version:
Vielleicht geben sich die Partner der … Frauen auch keine Mühe und dann freuen sie sich eben über so einen … Schlagzeuger der sie mit dem Stift berührt. … Ich meine mit dem wörtlichen Stift.”
Ich liebe Gleichnisse. Neben den genannten möglichen Beweggründen gibt es wahrscheinlich weitere. Eine Diskussion über die Aufforderung zur Busenschrift und meinen Bedürfnissen die dagegen sprechen habe ich noch nicht während der Situation selber angestrengt. Interessant wäre der Austausch allemal bei einer Autogrammstunde in sengender Hitze auf einem Festival. Ich denke die Bandkollegen hätten vollstes Verständnis.
Der Erkenntnisgewinn wäre enorm und würde mich entweder zu einem begeisterten Busenschreiber werden lassen, oder der Unterschriebenen das Leben eines Astronauten näher bringen.






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